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„Mein Magen frisst sich selbst!“ – Biohacker Bryan Johnson enthüllt unheilbare Autoimmun-Erkrankung

Er ist der berühmteste Selbstoptimierer der Welt und ausgerechnet er wird jetzt von seinem eigenen Körper ausgebremst. Bryan Johnson (48), Tech-Millionär und Biohacker, der eigentlich unsterblich werden will, hat eine schockierende Diagnose öffentlich gemacht: Er leidet an einer unheilbaren Autoimmun-Erkrankung. Seine drastischen Worte: „Mein Magen frisst sich selbst auf.“

Bryan Johnson trägt den weißen Kernel-Flow-Helm zur Messung der Gehirnaktivität
Biohacker Bryan Johnson – hier mit einem seiner Kernel-Flow-Helme zur Messung der Gehirnaktivität – kämpft nun gegen seinen eigenen Körper. Foto: Wikimedia Commons / Kernel (CC BY-SA 3.0)

Zwei Millionen Dollar im Jahr – und trotzdem krank

Bryan Johnson ist kein Unbekannter. Der ehemalige Firmenchef, der sein Zahlungs-Unternehmen Braintree einst für 800 Millionen Dollar an PayPal verkaufte, steckt heute rund zwei Millionen Dollar pro Jahr in ein einziges Ziel: nie zu sterben. Sein „Project Blueprint“ mit strengster Diät, dutzenden Pillen, Bluttests und Schlaf nach Stoppuhr machte ihn weltberühmt. Er träumt davon, bis ins Jahr 2140 zu leben – dann wäre er 160 Jahre alt.

Umso härter trifft ihn nun die Nachricht, die er selbst in den sozialen Medien verkündete. Im Mai wurde bei ihm eine autoimmune Gastritis (AIG) festgestellt – eine Erkrankung, bei der das eigene Immunsystem die Zellen der Magenschleimhaut angreift und zerstört.

„Es war nie ein Problem, es waren drei“

Johnson schildert seinen Weg schonungslos offen. Als Kind habe er Zuckerflocken gegessen, süße Limo getrunken und Fast Food „hinuntergeschlungen“. Als junger dreifacher Vater und Firmengründer sei seine Gesundheit dann völlig aus dem Ruder gelaufen: 40 Pfund Übergewicht, dazu eine tiefe, chronische Depression.

Schon mit 21 Jahren war bei ihm eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert worden – über Jahrzehnte hinweg musste er Hormone schlucken, die sein Körper nicht mehr selbst produzierte. Was er nicht wusste: In seinem Inneren tobte längst ein zweiter, stiller Angriff. „Mein Magen hatte begonnen, sich selbst anzugreifen. Aber es gab keinen Routine-Test dafür, und ich hatte keinerlei Symptome“, so Johnson.

Erst als sein neu aufgestelltes Ärzteteam bemerkte, dass sein Eisen immer wieder auf mysteriöse Weise verschwand, fügten sich die Puzzleteile zusammen. Fünf Gewebeproben aus drei Regionen des Magens brachten schließlich Gewissheit. Sein Fazit: „Das war nie ein Problem. Es waren drei, miteinander verknüpft: der Eisenmangel, die autoimmune Gastritis, die ihn antreibt, und die autoimmune Schilddrüsenerkrankung daneben.“

Wie gefährlich ist die Krankheit?

Zwei bis fünf Prozent der Menschen tragen diese Erkrankung in sich, schätzt Johnson „wahrscheinlich mehr, weil sie sich versteckt“. Das Tückische: AIG verläuft oft jahrelang ohne Beschwerden. Die Folgen können jedoch schwerwiegend sein, von Nährstoff- und Eisenmangel über Blutarmut bis hin zu einem langfristig erhöhten Krebsrisiko. Der Schaden an der Magenschleimhaut gilt als nicht mehr umkehrbar.

Bislang gibt es keine zugelassene Heilung. Die Schulmedizin, klagt Johnson, behandle die Krankheit als etwas, das man nur „verwalten, aber nicht lösen“ könne.

@_bryan_johnson_

I was diagnosed with autoimmune hypothyroidism at age 21. I’m 48 now, so this has been part of my body for 27 years. What most people don’t realize is the thyroid and the stomach are closely linked in autoimmunity. When one is affected, the other often follows. There’s even a clinical name for it (thyrogastric syndrome) first described in the 1960s. A recent bidirectional endoscopy revealed autoimmune gastritis. It’s the same underlying autoimmune tendency I’ve lived with since 21, now showing up in my stomach. I’ve been so touched by all the thoughtful messages I’ve received over the past few days. I’m excited to tackle this diagnosis and share all my findings with you 🫶

♬ original sound – immortal unc

Johnson will die Krankheit „lösen“

Doch aufgeben kommt für den Millionär natürlich nicht infrage. Er kündigte an, seine Erkrankung gemeinsam mit seinem Team „lösen“ zu wollen. Der Plan: engmaschige Kontrolle, eine erneute Biopsie, tiefe Analysen seines Immunsystems und schließlich experimentelle Therapieansätze, die er selbst entwickeln will.

„Im Zeitalter von KI, Multiomics und maßgeschneiderter DNA sollte keine Erkrankung als unheilbar gelten, nur weil bisher niemand versucht hat, sie mit den heutigen Mitteln zu heilen“, schreibt Johnson kämpferisch.

Ob der Mann, der dem Tod ein Schnippchen schlagen will, auch diese Diagnose besiegt? Seine Millionen Follower verfolgen jeden Schritt und die Kommentare fallen gewohnt gespalten aus. Während die einen mitfiebern, spotten andere bereits, der selbsternannte Biohacker sei damit „offiziell gescheitert“.

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